Daniel Mundt

Hallo, ich heiße Daniel Mundt, bin 1957 geboren und komme aus Schleswig. Nachdem ich in meinem ganzen Leben noch nie ernsthaft krank war, ereilte mich im Herbst 1998 ein ziemlicher Schicksalsschlag. Nach wochenlangem Unwohlsein baute ich körperlich immer mehr ab. Im Oktober 1998 wurde dann eine „terminale chronische Niereninsuffizienz infolge hypertensiver Nephrosklerose“ festgestellt. Schon im März 1999 war ich an der Dialyse (Hämodialyse im Dialyse-Zentrum Schleswig).

Im August 2000 spendete mir meine Frau eine ihrer Nieren. Damit konnten wir 17 Jahre lang ein fast normales Leben führen und unseren Hobbys nachgehen. Auch war ich in der gesamten Zeit voll berufstätig. Uns war jedoch klar, dass eine Spenderniere nur eine begrenzte Lebensdauer hat, die niemand vorhersagen kann.

Durch meine Mitgliedschaft in verschiedenen Selbsthilfeorganisationen und durch den Austausch bei verschiedenen Treffen mit anderen Betroffen erlebte ich, dass eine spätere Dialyse nicht das Ende sein muss. Ich habe viele Dialysepatienten kennen gelernt, die ihre Krankheit gut bewältigten und trotzdem ein erfülltes Leben geführt haben.

Als ich dann Anfang 2017 wegen einer Antikörper bedingten Abstoßung wieder an die Dialyse musste, bin ich mit einer ganz anderen Einstellung dahingegangen. Ich versuchte mein Leben soweit wie möglich normal weiterzuführen, bin weiterhin berufstätig, gehe meinen Hobbys (Reisen, Wandern, Radfahren, Gitarre spielen) nach und fahre auch weiter in Urlaub.

Auf einer Info-Veranstaltung des HDP wurde ich dann auf die Möglichkeiten der Heimdialyse aufmerksam. Nach Gesprächen mit anderen Betroffenen, die diese schon lange praktizieren, reifte in mir der Entschluß, auch den Sprung zu wagen. Zur Zeit bereite ich mich auf die Heimhämodialyse vor, punktiere mich schon selbst und werde Ende 2018 nach unserem Umzug damit anfangen.

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